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Gestaltung der Aufnahmesituation

Vor jeder Aufnahme bieten wir den Kindern und Jugendlichen gemeinsam
mit ihren Eltern oder sonstigen Personensorgeberechtigten ein Informations-
gespräch in der Einrichtung, in der Herkunftsfamilie oder in den Räumlich-
keiten des zuständigen Jugendamtes an. Hier erhalten alle Beteiligten Infor-
mationen über die Ar-beitsweisen, Strukturen und Abläufe in der Einrichtung.
Ziel dieses Gesprächs ist neben der eigentlichen Auftragsklärung für die Ein-
richtung, eine möglichst eigenmotivierte Entscheidung des Kindes oder des
Jugendlichen hinsichtlich der Aufnahme herbeizuführen. Im Rahmen des Aufnahmeverfahrens gewinnen wir umfassende Informationen über familiäre
Sachverhalte und Beziehungsgeflechte durch eine soziographische Diagno-
stik. Daher ist es zwingend erforderlich, dass unserer Einrichtung diese Daten
durch das Jugendamt im Vorfeld vollständig und zeitnah zur Verfügung ge-
stellt werden. Sind alle erforderlichen Daten vorhanden können weitere Ar-
beitshypothesen gebildet werden.

 

Alltagsgestaltung

Ein den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen angepasstes Interaktions-
geschehen sowie positive Be-ziehungserfahrungen weisen eine zirkuläre Kau-
salität auf. Durch eine vertrauensvolle Beziehungsarbeit wird es möglich, ge-
lungene Alltagserlebnisse und ein fortwährendes Zutrauen in den pädagogi-
schen Prozess entstehen zu lassen. Dabei sind Kontinuität und Zuverlässig-
keit der Beziehungsangebote wichtige Faktoren, um Unsicherheiten zu ver-
meiden. „Nicht erwartungsgemäßes Verhalten“ der Kinder und Jugendlichen
wird auf der Beziehungsebene ausagiert. Dabei wird nach individuellen Res-
sourcen gesucht, um zu einer harmonisierten Alltagsgestaltung zurückzu-
kehren.

 

Gestaltung der Tagesabläufe

An Schul- und Ausbildungstagen erfolgt das Wecken ab 06:00 Uhr durch päd-
agogisches Personal oder jeweils eigenständig. Nach der Körperhygiene und
der gemeinsamen Morgenmahlzeit werden die Kinder bzw. Jugendlichen ab
07:00 Uhr mit Kleinbussen der Einrichtung oder öffentlichen Verkehrsmitteln
zur Schule oder in die Ausbildungsstätten gefahren. Ab 12:00 Uhr kehren die
Kinder und Jugendlichen aus der Schule in die Einrichtung zurück und neh-
men ihr Mittagsmahl ein. Nach einer Mittagspause beginnen um 13:30 Uhr
die Betreuungsangebote. Diese gliedern sich in die systematisierte Haus-
aufgabenbetreuung und heilpädagogisch-therapeutische Maßnahmen oder
verschiedene Freizeitangebote. Am frühen Abend geben gruppenspezifische
Auswertungsrunden die Möglichkeit, das Tagesgeschehen, die eigenen
Befindlichkeiten oder gruppendynamische Prozesse unter Anleitung des
pädagogischen Personals zu reflektieren. Zudem erhalten die Kinder und
Jugendlichen ein altersadäquates Feedback für gelungene Aspekte im Tages-
geschehen durch das pädagogische Personal. Zwischen 18:00 Uhr und
18:45 Uhr beginnt die Abendbrotzeit. Verschiedene hauswirtschaftliche
Tätigkeiten sowie die Körperhygiene schließen sich dem Abendessen an.
Die Vorbereitung auf die Nachtruhe, zwischen 20:30 Uhr und 22:00 Uhr wird
individuell in den jeweiligen Gruppen entsprechend der Altersstruktur der Kin-
der und Jugendlichen gestaltet.

 

Mahlzeiten

Die Versorgung der Kinder und Jugendlichen erfolgt, was die Auswahl des
Speiseangebots angeht, unter Berücksichtigung jahreszeitlicher Gegebenhei-
ten. Morgens gibt es Frühstück mit der Möglichkeit, sich ein Schulbrot zuzu-
bereiten. Die Mittagsversorgung während der Schultage erfolgt entweder in der
Einrichtung oder in der Schule. Vesper und Abendbrot werden in den Gruppen
je nach Wunsch zubereitet. Speisen und Getränke werden in abwechslungs-
reicher, altersgerechter und gesundheitsfördernder Form und Menge angebo-
ten. Alle Mahlzeiten werden gemeinsam eingenommen. Die Vermittlung von
vernünftigen Tischsitten ist Bestandteil des Erziehungsprozesses. Der Tisch
wird der Mahlzeit entsprechend niveauvoll eingedeckt.

 

Beschulung außerhalb der Einrichtung

Wie bereits unter ->Ausbildung beschrieben, stehen im Landkreis Unstrut-
Hainich verschiedenste Schul- und Ausbildungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Entsprechend dem individuellen Leistungsvermögen der Kinder und Jugend-
lichen können die dargestellten Bildungseinrichtungen besucht werden. Die
Beförderung erfolgt durch heimeigene Kleinbusse. Einen besonderen Schwer-
punkt in der Zusammenarbeit mit den Schulen bildet die regelmäßige Kommu-
nikation zwischen Einrichtung und Schule. Durch die Rückmeldung von Schu-
len und Ausbildungsstätten können zudem Fähigkeiten und Ressourcen im Sozialverhalten besser in den Förderplänen berücksichtigt werden. Durch
entsprechende Verbindungshefte verschaffen sich die Erzieher einen Über-
blick über die jeweils tagesaktuelle Schulsituation hinsichtlich gezeigten
Verhaltens, erreichter Leistungen und aufgegebener Hausaufgaben. Die Er-
zieherinnen und Erzieher nehmen an Veranstaltungen der Schule sowie an
Elternabenden teil.

 

Lernen und schulische Förderung innerhalb der Einrichtung

Die systematisierte Hausaufgabenbetreuung wird als Regelleistung angeboten.
Die Ziele in der Förderung für alle Kinder und Jugendlichen sind kurz-, mittel-
und langfristig angelegt und orientieren sich an den Inhalten der Förderpläne,
welche von den Lehrern erstellt und mit den pädagogischen Mitarbeitern un-
serer Einrichtung abgestimmt werden. Im Einzelnen:

  • Kurzfristig werden neben der Kontrolle der täglichen Aufgaben adäquate
    Lernhilfen bei der Bewälti-gung schulischer Anforderungen gegeben.
    Wichtig sind uns die inhaltlich und formal korrekte Erledigung der
    Hausaufgaben und die Vorbereitung auf anstehende Tests, Klassen-
    arbeiten und Prüfungen.
  • Mittelfristig wird die Erreichung des jeweiligen Klassenziels auf der
    Basis einer individuellen Förderung angestrebt.
  • Langfristig sollen ein selbstständiges Arbeitsverhalten und die Mini-
    mierung schulischer und leistungsbezogener Schwierigkeiten gelingen.

Die systematisierte Hausaufgabenbetreuung findet in zwei, für diesen speziel-
len Zweck gestalteten Räumlichkeiten statt. Jedes Kind und / oder Jugend-
liche erhält einen mit den erforderlichen Arbeitsmitteln ausgestatteten Arbeits-
platz. Zur Sicherung erfolgreichen Lernens werden alle Lernenden während der
Hausaufgabenzeit kontinuierlich betreut. Die Anleitung erfolgt durch geeignete
pädagogische Fachkräfte der Einrichtung. Zusätzlich erfolgt bei Bedarf der
Einsatz von weiteren externen Lehrkräften. Zum speziellen Arrangement ge-
hört die Ausstattung mit einem gut organisierten Bestand an Arbeitsmitteln
und Lernhilfen sowie aktuellen Übungs- und Fördermaterialien. Neben den
schul-, lernstufen- und fächerspezifischen Materialien werden auch fachlich
aktuelle Fördermaterialien und didaktische Lernmedien für spezifische Förder-
bereiche vorgehalten.

 

Pädagogisch-therapeutische Arbeit

Unser Verständnis von pädagogisch-therapeutischer Arbeit ist davon geprägt,
dass Kinder und Jugendliche in ihrer Einmaligkeit Ermutigung, Unterstützung
und Annahme finden sollen. Dies zeigt sich im pädagogischen Alltag darin,
dass nicht erwartungsgemäßes Verhalten zunächst als erlernte Handlungs-
strategie ver-standen wird, die innerhalb eines familiären und sozialen Kon-
textes bisher sinnerfüllend, jedoch für eine nachhaltige, erwartungsgemäße Integration in Familie und Schule nicht förderlich war. Deshalb beziehen wir
bei der Entwicklungsbegleitung sowohl die bisherige Lebensgeschichte, als
auch diagnostische Ergebnisse mit ein. Ein Ziel des Hilfeprozesses ist es,
Sozialisationsdefizite und Beeinträchtigungen innerhalb der Persönlichkeits-
bildung zu erkennen. Die Kinder und Jugendlichen erleben, weshalb sie bisher
auf inadäquate Verhaltensmuster zurückgegriffen haben. Infolgedessen wer-
den die Ressourcen des Einzelnen als mögliche Grundlage für Veränderungen
verstanden. Dabei sind der Beziehungsaufbau und die Beziehungspflege sowie
der Erwerb sozialer Kompetenzen und Konfliktlösestrategien wesentlicher Be-
standteil der pädagogisch-therapeutischen Arbeit. Teilziele auf dem Weg zu
Veränderungen sind, die eigenen Gefühle erkennen und benennen zu lernen,
sich selbst Erfolgserlebnisse zu schaffen und eigene Stärken und Schwächen
differenzieren zu können. Als Begleiter in diesen Veränderungsprozessen ver-
fügen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über fachspezifische Kennt-
nisse, eine ausgeprägte Reflexionsfähigkeit, Empathie und eine dem Kind
bzw. Jugendlichen zugewandte Grundhaltung.

Die sozial-emotionale Förderung geschieht durch die in der Einrichtung erleb-
bare Atmosphäre, das Ambiente und durch die Vorbildwirkung des Personals.
Verschiedene Situationen im Alltag der Einrichtung ermöglichen den Kindern
und Jugendlichen Verantwortung zu übernehmen, mit Konflikten umzugehen
und zu kooperieren. In der organisierten und individuellen Freizeit bieten sich
den Kindern und Jugendlichen durch die Betreuungsangebote vielfältige Mög-
lichkeiten, Alltagskompetenz zu erlernen. Die Gestaltung der Zimmer und der
Verkehrsflächen mit Eigenkreationen, vorwiegend aus Naturmaterialien, fördern
die Identifikation der Kinder und Jugendlichen mit der Einrichtung und helfen
ihnen, sich mit der Heimunterbringung zu arrangieren. Die sinnvolle Freizeit-
gestaltung steht neben der schulischen Förderung im Mittelpunkt der päd-
agogischen Arbeit. Ein Therapie- und Betreuungsplan regelt die Teilnahme an
den zur Verfügung stehenden geplanten und gemeinsam organisierten Frei-
zeitaktivitäten. Die pädagogischen Mitarbeiter laden die Kinder und Jugend-
lichen ein, an den Freizeitangeboten entsprechend ihrer persönlichen Neigun-
gen und Interessen teilzunehmen.

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HOMESpacer        
         
         
BESCHREIBUNGSpacer        
         
         
LEISTUNGENSpacer   SpacerRechtsgrundlagen    
    SpacerZielgruppen    
    SpacerMethodik    
    SpacerRegelleistungen     Wandbild
    SpacerTherapieprogramme    
    SpacerElternarbeit    
    SpacerTeilhabeleistungen    
    SpacerEntlassungsprozess    
         
         
PERSONALSpacer        
         
     
RÄUMESpacer     Hausaufgaben
     
     
QUALITÄTSpacer    
     
     
     
     
         
IMPRESSUMSpacer        
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          Zwei Freunde
         
         
         
         
         
         
         
         
         
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          Junge an der Ständerbohrmaschine
         
         
         
         
         
         
         
         
         
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